Zu schwach: Microsofts eigene Surface-Geräte kapitulieren vor Windows

Die neuen Surface-Laptops mit acht Gigabyte Arbeitsspeicher stoßen unter Windows 11 an ihre Grenzen. Systemaussetzer bei alltäglichen Aufgaben zeigen, dass die eigene Hardware von Microsoft teils zu schwach für das Betriebssystem ist.
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Acht Gigabyte RAM genügen nicht mehr

Nachdem der Vertrieb der günstigen Go-Varianten eingestellt wurde, vertreibt Microsoft aktuell eine neue Basisversion seiner Surface Laptops mit acht GB RAM. Im Alltagseinsatz zeigen die Geräte aufgrund des geringen Arbeitsspeichers allerdings wohl erhebliche Schwächen. Systemaussetzer und Ruckler treten auf, sobald Nutzer gewöhnliche Programme wie Browser und Messenger parallel verwenden.

Die Hardware-Basis des Notebooks ist dabei solide. Ein Snapdragon X Plus Prozessor sorgt für die Rechenleistung, während Verarbeitung, Tastatur und Akkulaufzeit durchaus auf einem recht hohen Niveau liegen. Doch der fest verlötete LPDDR5X-Speicher lässt sich nicht aufrüsten und wird zum Flaschenhals. Die Speicherart ist für mobile Geräte optimiert und verlängert die Laufzeit, verhindert aber nachträgliche Erweiterungen. Das Resultat ist ein überfordertes System, da acht Gigabyte kaum Spielraum für Hintergrundprozesse lassen.


Systemaussetzer im Büroalltag

Wie The Verge in einem aktuellen Testbericht schildert, belegt das System direkt nach dem Start bereits 4,2 Gigabyte des Speichers. Das entspricht genau dem Minimum, das für den Betrieb von Windows 11 erforderlich ist. Bei regulärer Nutzung steigt der Verbrauch laut den Testern schnell auf 6,7 Gigabyte an.

Die Tester berichten in Folge von mehrsekündigen Systemhängern während einer Konferenz über Microsoft Teams. Der Bildschirm fror ein, als ein Video abgespielt wurde. Dabei liefen nebenbei lediglich der Browser Chrome mit zehn geöffneten Tabs sowie die Messenger Slack und Signal. Solche Aussetzer traten mehrmals täglich auf. Nur das strikte Beenden aktiver Programme verhinderte weitere Ruckler im normalen Betrieb.

Beinahe gleicher Preis bei halbem RAM

Besonders negativ fällt zudem die Preisgestaltung auf. Das Vorjahresmodell bot für 1099 Euro noch 16 Gigabyte Arbeitsspeicher. Die aktuelle Basisversion kostet 1050 Euro und bietet nur noch die Hälfte an Kapazität. Wer ungestört arbeiten möchte und zudem noch ein zukunftssicheres Gerät sucht, muss wohl auf teurere Surface-Varianten ausweichen.

Die Entscheidung für kleine Speicherbausteine passt zudem nicht zur aktuellen Softwarestrategie von Microsoft. Das Unternehmen drängt auf die Integration lokaler Sprachmodelle und intelligenter Assistenten. Da Redmond für die neuen KI-Funktionen rund um Copilot ohnehin 16 Gigabyte empfiehlt, erweist sich die kleine Variante des Surface Laptop auch in dieser Hinsicht als unzureichend.

Verwendet ihr noch ein System mit acht Gigabyte RAM und wie kommt ihr damit zurecht? Oder ist in eurem Gerät ohnehin deutlich mehr Arbeitsspeicher verbaut? Teilt eure Erfahrungen gerne mit uns in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Microsofts Surface Laptop mit 8 GB RAM hat im Alltag erhebliche Schwächen
  • Der fest verlötete Arbeitsspeicher lässt sich nachträglich nicht aufrüsten
  • Allein Windows 11 belegt nach dem Start über die Hälfte des Speichers
  • Schon bei parallel laufenden Büro-Anwendungen kommt es zu Systemaussetzern
  • Für Copilot-Funktionen empfiehlt Microsoft selbst 16 GB RAM

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